Wie bei Rocket Internet Startups die gesamte Customer Journey ausgwertet wird? - Hier die spannende Erklärung

Ein etwas älteres Video von der next conference letztes Jahr. Aber spannend gerade vor dem Hintergrund, dass die Rocket Internet Manager gerade das Unternehmen verlassen und ihren eigenen Startup Incubator aufgemacht haben.

Ich glaube sehr an die ganzheitlich Betrachtung der Customer Journey und des Customer Lifetime Value. Gerade hier intelligente Annäherung an die Wirklichkeit in einem System nachzubauen, das nachweislich relevante Steuerungsgrößen abbildet ist definitiv der USP von Rocket Internet Startups!

Sehr spannedes Interview mit dem Gründer von fahrrad.de René Köhler

An alle Gründer, Startup-Praktis, Studis etc. - So wirds gemacht! Nische, Engagement, Wissen um das Produkt, Verwendung durch die Zielgrupp(en), Prozesse und Probieren, Probieren und Probieren

Der Tipp auf Ebay anzufangen, um seine Idee zu testen, ist glaub ich garnicht mal schlecht!

Toller Artikel von netzwertig.com: 10 Tipps, um ein Startup richtig ins Rollen zu bringen

Wie erhöht ein Web-Startup seine Chancen auf Erfolg? Wir geben zehn Tipps, um einen jungen Dienst richtig ins Rollen zu bringen.

 

Warum manch ein Webdienst zu einem Riesenerfolg wird und ein anderer trotz vergleichbarem Produkt nicht, ist eine komplizierte Wissenschaft mit vielen unklaren Variablen. Auch wenn es für Startups kein Patentrezept für den garantierten Durchbruch gibt, lassen sich von der Entstehungsgeschichte beliebter Onlineservices gewisse Erfolgsfaktoren ableiten, welche die Chancen für nachhaltiges Wachstum und dauerhafte Nutzerakzeptanz erhöhen.

Es folgen zehn Punkte, die von jedem ernsthaft betriebenen Startup im Netz beherzigt werden sollten – aber noch immer von vielen vernachlässigt werden.

1. Überzeugende Website
Eine gute Struktur, relevante Infos auf einen Blick sowie Links zu weiterführenden Produkterläuterungen sind genauso wichtig wie eine Hilfe-Seite sowie eine Seite über das Unternehmen und die Gründer. Das Design sollte ansehnlich sein und zum Dienst sowie zur Zielgruppe passen.

2. Klarer Produktnutzen
Innerhalb von Sekunden sollte dem Besucher klar werden, welchen Nutzen ihm die Site bringt. “Teile XYZ mit anderen Leuten” (in dieser Art häufig zu finden) beispielsweise vermittelt keinerlei Nutzen.

3. Professionelle Pressearbeit
Pressearbeit ist wichtig, besonders bei knappen Marketingbudgets. Die Ansprache von Presse und Blogs muss empfängergerecht und professionell geschehen. Wer Beziehungen aufbauen kann, ohne Journalisten und Bloggern dabei auf die Nerven zu gehen, ist auf dem richtigen Weg.

4. Kontinuierliche Verbesserungen und Erweiterungen
Nichts ist schlimmer als ein Dienst, der mit viel Getöse an den Start geht, bei dem danach aber ein halbes Jahr lang Funkstille herrscht. Es empfiehlt sich, mit neuen Funktionen und Features nicht zu geizen und diese in kurzen Abständen zu bringen. So hält man frisch konvertierte User bei Laune und sorgt gleichzeitig für eine beständige Präsenz in der Presse (Negativbeispiel: Aboalarm, was ich hier noch so gelobt habe).

5. Das eigene Produkt lieben
Wer ein Startup ins Web bringt, will damit hoffentlich den Markt umkrempeln und die Welt verändern. Das klingt vielleicht nach Größenwahn, hilft aber dabei, unangemessenes Understatement und schädliche Zurückhaltung zu vermeiden. Gründer sollten ihren Dienst lieben und entsprechend agieren. Ehrlicher Enthusiasmus wird auf Nutzer, Investoren und Presse abstrahlen. Selbst eine kleine Prise Naivität kann nicht schaden.

6. Schnell die Zielgruppe erweitern
Early Adopter eignen sich ausgezeichnet dafür, erstes Feedback zu geben und einen neuen Dienst im kleinen Kreis der Blogosphäre und Twittersphäre ins Gespräch zu bringen. Schnell sollten aber auch andere Nutzer-Typen angesprochen werden (z.B. über entsprechende PR-Arbeit), denn Early Adopter können so schnell weg sein, wie sie gekommen sind.

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9. Ein Image aufbauen
Meiner Meinung nach ein sehr unterschätzter Aspekt: Um ein neues Startup herum kann man sehr schnell ein Image aufbauen. Das kann z.B. stark technisch geprägt sein (Beispiel Wolfram Alpha), oder aber jung und etwas naiv (wie studiVZ in frühen Tagen), etwas nerdig aber innovativ (Facebook) oder auch cool und lässig (Spotify, Twitter). Hier spielen alle möglichen Faktoren wie das Produkt, die Unternehmensdarstellung, die Art der Kommunikation und das Auftreten der Gründer rein. Mit dem richtigen Image für den passenden Dienst erhöht man seine Glaubwürdigkeit und Authentizität, was sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den Erfolg auswirken kann.

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den gesamten Artikel gibts hier auf: netzwertig.com

 

In 10 Schritten zum überzeugenden Businessplan

Link: http://www.impulse-gruenderzeit.de/gruenderzeit/wissen/business-plan/1000172.html

Der perfekte Business-Plan

Mit einem gut durchdachten Konzept überzeugen Sie wichtige Geschäftspartner. Worauf Gründer besonders achten müssen.
Gute Vorbereitung ist für Konrad Zipperlen schon die halbe Miete: "Nutzen Sie alle Informations- und Beratungsangebote, die es gibt", fordert der Leiter des Bereichs Mittelstand und Existenzgründung bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern angehende Unternehmer auf. Das gesammelte Wissen sollten Gründer abschließend in einem Geschäftsplan zusammenfassen. "Dieser Business-Plan hat gleich zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen", erklärt Zipperlen: Zum einen muss er Finanziers und wichtige Geschäftspartner vom Erfolg der Unternehmensidee überzeugen. Und zum anderen dient er den Gründern als regelmäßiges Kontrollinstrument. Verbindliche Regeln für die Formulierung eines solchen Geschäftskonzepts gibt es zwar nicht. Allerdings hat sich in der Praxis folgender Aufbau bewährt:

1. DIE ZUSAMMENFASSUNG

Das erste Kapitel fordert gleich volle Konzentration. Der Grund: Auf nur einer oder maximal zwei Seiten sollen die entscheidenden Punkte des Vorhabens erläutert werden. Dazu gehören eine Kurzbeschreibung des Produkts, der Kundennutzen, die anvisierte Zielgruppe, die Kompetenz des Gründerteams, der Investitionsbedarf, die gewählte Rechtsform sowie die angestrebte Rendite für die ersten Jahre. Technologieorientierte Firmen sollten darauf achten, dass auch Branchenfremde die Zusammenfassung verstehen können.

2. DIE GESCHÄFTSIDEE

In diesem Abschnitt schildern Gründer die Basis ihres Unternehmens. Am einfachsten ist es, wenn sie die Frage beantworten: "Was möchte ich tun?" Die Antwort beschreibt das Produkt- und Leistungsprofil, die Erfolgsfaktoren, die geplante Marktstrategie und enthält außerdem Angaben zu Firmennamen, Standort, Rechtsform und Firmenstruktur. Außerdem sollten die Unternehmensziele für die kommenden drei bis fünf Jahre formuliert werden.

3. DAS PRODUKT

Hier ist der Platz, um ausführlich das Produkt oder die Dienstleistung zu beschreiben. Dazu gehören auch Aussagen zum technischen Entwicklungsstand, zur Patent- und Lizenzsituation und zur Preisstruktur. Ganz wichtig ist zudem das Alleinstellungsmerkmal, wie sich also das neue Angebot von bestehenden abhebt.

4. DER MARKT

An dieser Stelle stehen die wichtigsten Erkenntnisse über Branche und Markt: Wer sind die angestrebten Kunden? Wie viel Einkommen steht ihnen zur Verfügung und wie steht es um ihre Zahlungsmoral? Wer sind die wichtigsten Wettbewerber und welche Strategie verfolgen sie? Welche allgemeinen Faktoren beziehungsweise aktuellen Trends beeinflussen die Branchenentwicklung?

5. DAS MARKETING

Zu einer erfolgreichen Gründung gehört auch ein cleveres Marketing. Da ist zum einen eine überzeugende Markteintrittsstrategie: Der Existenzgründer sollte hier erläutern, welchen Zeitplan er verfolgt und wie er erste Kunden gewinnen will, sowie - wenn bereits vorhanden - Referenzkunden nennen. Zudem muss ein schlüssiges Absatzkonzept her: Über welchen Vertriebskanal soll das Produkt verkauft werden, und wie sieht eine angemessene Preisgestaltung aus?

6. DAS TEAM

Die meisten Leser wenden sich nach der Lektüre des ersten Punkts ("Zusammenfassung") gleich diesem Kapitel zu. Es schildert die beruflichen Erfahrungen und bisherigen Erfolge der Gründer und der wichtigsten Mitarbeiter. Zudem erläutert es, wie die Verantwortlichkeiten im Unternehmen aufgeteilt werden sollen und für welche Position noch Verstärkung benötigt wird. Ebenfalls Bestandteil dieses Abschnitts: die Personalplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre.

7. DIE CHANCEN UND RISIKEN.

Eine realistische Einschätzung der Chancen und Risiken darf in keinem Geschäftskonzept fehlen. Dazu gehört eine Beschreibung, wie der angehende Firmenchef auf künftige Veränderungen reagieren will und wie sich positive und negative Ereignisse auf die Firmenentwicklung auswirken könnten. Viele Geschäftspartner akzeptieren potenzielle Risiken, wenn sie den Eindruck haben, dass der Gründer verantwortungsbewusst damit umgeht. Bewährt hat sich, wenn er an dieser Stelle zwei Szenarien entwirft : ein Best-Case, das alle Erwartungen erfüllt, und ein Worst-Case, dem ungünstigsten zu erwartenden Fall. Der angehende Firmenchef sollte unbedingt seine Angaben begründen und mit belegbaren Zahlen und Fakten arbeiten.

8. DIE PLANUNG

In diesem Kapitel beweist der Gründer, dass sein Geschäftskonzept rentabel ist. Zunächst erfasst er in der Investitions- und Abschreibungsplanung alle größeren Anschaffungen der kommenden drei bis fünf Jahre, beschreibt den Kapitalbedarf und die jährlichen Abschreibungen. Im Liquiditätsplan listet er alle zu erwartenden Ausgaben und Einnahmen auf. Für das erste Geschäftsjahr erwartet der Leser eine Monatsaufstellung, für die Jahre danach genügt eine Aufschlüsselung nach Quartalen (zweites und drittes Geschäftsjahr) beziehungsweise nach Halbjahren (viertes und fünftes Geschäftsjahr). Anschließend muss der Gründer noch eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen, die über die voraussichtliche Entwicklung der Umsätze, Aufwendungen und Erträge informiert. Eine zusätzliche fundierte Liquiditätsvorschau zeigt Zahlungsströme und -fähigkeit für die kommenden Jahre an.

9. DER FINANZBEDARF

Hier sollten künftige Unternehmer die einzelnen Finanzierungsposten den geeigneten Kapitalgebern zuordnen. Dabei kommt es auf die richtige Mischung an. Da ist zum einen das Eigenkapital des Teams. Und zum anderen die Fremdkapitalseite: Kurzfristig benötigte Investitionen können mit Kontokorrent- oder Lieferantenkrediten überbrückt werden. Für langfristige Finanzierungen eignen sich etwa Darlehen und Fördermittel. Dabei sollten angehende Unternehmer auch an eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben denken und beachten, dass nach der tilgungsfreien Zeit etwa einer KfW-Förderung eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung auf sie zukommt.

10. DER ANHANG

Den Business-Plan vervollständigt ein tabellarischer Lebenslauf des Gründers, der einen Überblick über dessen wichtigste berufliche Stationen gibt. Außerdem können Kopien von aussagekräftigen Unterlagen wie zum Beispiel Produktfotos und -skizzen, Patente, Referenzen, Studien und Gutachten die zuvor gemachten Aussagen sinnvoll unterstützen.